Echeveria vermehren: Einfache Anleitung mit Blättern, Stecklingen & Kindeln

Echeverien zählen zu den beliebtesten Sukkulenten – und das aus gutem Grund! Mit ihren farbenfrohen Rosetten und der pflegeleichten Art sind sie perfekt für Einsteiger und erfahrene Pflanzenfans. Wenn du mehr von diesen schönen Pflanzenfreunden haben willst, gibt es gute Nachrichten: Du kannst Echeveria ganz einfach vermehren und so deine Sammlung erweitern, Pflanzen verschenken oder sogar kreative Arrangements gestalten. In dieser Anleitung lernst du drei bewährte Methoden, um Echeveria zu vermehren – garantiert ohne grünen Daumen!

Methode 1: Echeveria mit Blättern vermehren

Die Vermehrung von Echeveria über Blätter fühlt sich fast wie Zauberei an: Aus einem unscheinbaren Blatt sprießen winzige Wurzeln, und plötzlich erwacht eine neue, perfekte Miniatur-Pflanze zum Leben! Diese Methode ist ideal, um mehrere Sukkulentenbabys gleichzeitig zu ziehen – und sie funktioniert sogar mit abgefallenen Blättern. So gelingt es Schritt für Schritt:

Schritt 1: Das perfekte Blatt auswählen

Nicht jedes Blatt eignet sich für die Vermehrung. Achte darauf, ein pralles, gesundes Blatt von der Mutterpflanze zu nehmen. Es sollte keine Risse, Schädlinge oder Flecken aufweisen.

So entfernst du es richtig:

  • Umfasse das Blatt vorsichtig an der Basis.
  • Drehe es sanft hin und her, bis es sich löst – nicht abschneiden!
  • Warum? Ein glatter Abriss sorgt dafür, dass das Blatt intakt bleibt und keine Fäulnis entsteht.

Schritt 2: Die Ruhephase – Warum Trocknen so wichtig ist

Frisch abgetrennte Blätter sind verletzlich. Lege sie deshalb für 1–2 Tage an einen trockenen, schattigen Ort (z. B. auf ein Küchentuch). In dieser Zeit bildet sich an der Bruchstelle eine schützende Kruste (Kallus). Dieser Prozess ist entscheidend, um Pilze und Fäulnis zu verhindern!

Schritt 3: Auf Erde legen – Die Geburtsstunde der Wurzeln

Jetzt wird es spannend: Lege das getrocknete Blatt flach auf trockene Sukkulentenerde (z. B. eine Mischung aus Kakteenerde und Bimsstein). Wichtig:

  • Nicht eingraben – das Blatt darf nur locker aufliegen.
  • Nicht gießen – Feuchtigkeit würde das Blatt faulen lassen!
  • Platziere es an einem hellen Ort ohne direkte Sonne (ein Ostfenster ist ideal).

Schritt 4: Geduld – Wenn Warten belohnt wird

Nun heißt es: Abwarten und Tee trinken! Innerhalb von 2–6 Wochen passiert folgendes:

  1. Winzige Wurzeln sprießen aus der Bruchstelle.
  2. Eine Mini-Rosette bildet sich am Blattende – das erste Lächeln deiner zukünftigen Echeveria!

Tipp für Ungeduldige:
Manche Blätter brauchen länger – selbst nach 3 Monaten lohnt es sich, sie nicht wegzuwerfen. Sukkulenten spielen gerne in Zeitlupe!

Schritt 5: Eingewurzelt? Zeit für die erste Pflege!

Sobald die Rosette etwa daumennagelgroß ist und kräftige Wurzeln hat, kannst du vorsichtig handeln:

  • Bedecke die Wurzeln leicht mit Erde, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.
  • Gieße zum ersten Mal – aber wirklich nur ein paar Tropfen! Verwende eine Sprühflasche oder einen Teelöffel, um die Erde leicht anzufeuchten.
  • Halte die Pflanze weiterhin im indirekten Licht, bis sie stabil gewachsen ist.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

1. Problem: Das Blatt schrumpelt oder fault.

Lösung:

  • Zu viel Feuchtigkeit? Stoppe das Gießen sofort und lass die Erde austrocknen.
  • Schimmel? Entferne das Blatt und desinfiziere die Umgebung mit verdünntem Wasserstoffperoxid.

2. Problem: Keine Wurzeln nach Wochen.

Lösung:

  • Überprüfe die Temperatur – Echeverien lieben es warm (20–25°C).
  • Teste einen anderen Standort – manchmal hilft mehr indirektes Licht.

3. Problem: Die Rosette wächst nicht weiter.

Lösung:

  • Kein Stress! Manche Sorten wie Echeveria ‚Lola‘ brauchen einfach länger.
  • Füttere sie mit Geduld – irgendwann geht’s los!

Warum diese Methode funktioniert: Die Wissenschaft dahinter

Echeveria-Blätter sind Spezialisten der vegetativen Vermehrung. In ihren Zellen schlummert das Potenzial, eine komplett neue Pflanze zu bilden (Totipotenz). Sobald das Blatt von der Mutterpflanze getrennt wird, aktiviert es Notfallprogramme: Es bildet Hormone, die Wurzeln und Triebe anregen – ganz ohne Erde oder Wasser!

Methode 2: Echeveria durch Stecklinge vermehren

Diese Methode ist der Turbo unter den Vermehrungstechniken: Innerhalb weniger Monate erhältst du eine ansehnliche Pflanze! Sie eignet sich besonders, wenn deine Echeveria „vergeilt“ (langbeinig) ist oder du eine kranke Pflanze retten möchtest. So funktioniert’s:

Schritt 1: Den perfekten Kopfsteckling schneiden

Ein Kopfsteckling ist die obere Rosette der Echeveria inklusive Stiel. So gehst du vor:
  1. Werkzeug desinfizieren: Reinige ein scharfes Messer oder eine Schere mit Alkohol, um Bakterien zu vermeiden.
  2. Schnittpunkt wählen: Schneide den Stiel 2–3 cm unterhalb der Rosette ab.Warum hier? Der verbleibende Stummel an der Mutterpflanze kann neue Ableger bilden!
  3. Blätter entfernen: Zupfe vorsichtig die unteren Blätter am Steckling ab, sodass 1–2 cm blanker Stiel frei werden.
Tipp für Ästheten: Wähle einen Steckling mit symmetrischer Rosette – so wird die neue Pflanze besonders formschön!

Schritt 2: Die Trockenphase – Geduld gegen Fäulnis

Frisch geschnittene Sukkulenten sind wie offene Wunden: Ohne Schutz dringen Pilze ein. So trocknest du richtig:
  • Lege den Steckling auf ein Küchenpapier oder eine Holzscheibe.
  • Stelle ihn an einen warmen, luftigen Ort ohne direkte Sonne (z. B. eine Fensterbank im Schatten).
  • Warte 2–3 Tage, bis die Schnittstelle verkallt (eine trockene, helle Kruste bildet).
Warum das wichtig ist: Die Kallusschicht wirkt wie ein Pflaster – sie schützt vor Fäulnis und regt gleichzeitig die Wurzelbildung an!

Schritt 3: Einsetzen – Der Start ins neue Leben

Jetzt geht’s in die Erde! So machst du es richtig:
  1. Erde vorbereiten: Mische Kakteenerde mit 30 % Bimsstein oder Perlit für maximale Drainage.
  2. Loch bohren: Stecke mit einem Stift ein kleines Loch in die Erde (vermeidet Druck auf den Stiel).
  3. Steckling platzieren: Setze den Stiel vorsichtig in das Loch und drücke die Erde leicht an.
    • Achtung: Die Rosette darf nicht mit der Erde in Berührung kommen – sonst fault sie!
Alternativ-Tipp für Experimentierfreudige: Manche Sukkulenten-Fans verwenden reinen Bimsstein für die Anzucht – das minimiert Fäulnisrisiken!

Schritt 4: Erstes Gießen – Weniger ist mehr!

Die erste Wassergabe ist ein Balanceakt:
  • Warte 7 Tage nach dem Einsetzen – so vermeidest du, dass Feuchtigkeit in die Schnittwunde zieht.
  • Gießmethode: Befeuchte die Erde nur leicht mit einer Pipette oder Sprühflasche.
  • Merke: Der Steckling lebt von seinen Blattreserven – er braucht jetzt kaum Wasser!

Warum diese Methode rockt: Die Vorteile im Überblick

Schneller als Blattvermehrung: Innerhalb von 2–3 Monaten hast du eine stattliche Pflanze. Retter in der Not: Ideal, wenn der Stamm der Mutterpflanze fault oder schimmelt. Formkontrolle: Du bestimmst die Größe der neuen Echeveria durch die Länge des Stiels. Jahreszeit-unabhängig: Funktioniert auch im Winter (bei Zimmertemperatur).

Profi-Tipps gegen häufige Probleme

1. Problem: Der Steckling wird schlapp oder welk. Lösung:
  • Ursache 1: Zu viel Licht. Stelle ihn vorübergehend in hellen Halbschatten.
  • Ursache 2: Zu frühes Gießen. Warte weitere 3 Tage und kontrolliere die Erde.
2. Problem: Schimmel an der Schnittstelle. Lösung:
  • Schneide den betroffenen Bereich mit einem sauberen Messer ab.
  • Wiederhole die Trockenphase – diesmal an einem trockeneren Ort.
Tipp für Turbo-Wachstum: Bestäube die Schnittstelle vor dem Einpflanzen mit Wurzelaktivator-Pulver (gibt’s im Gartencenter). Das beschleunigt die Wurzelbildung um bis zu 50 %!

Die Wissenschaft dahinter: Warum Stecklinge so gut funktionieren

Echeverien gehören zu den Crassulaceen, einer Pflanzenfamilie, die auf vegetative Vermehrung spezialisiert ist. Der abgetrennte Steckling nutzt seine gespeicherte Energie, um zunächst Wurzeln zu bilden. Sobald diese aktiv sind, leitet die Pflanze alle Ressourcen in das Wachstum der Rosette – ein geniales Überlebensprogramm!

Methode 3: Echeveria durch Kindel vermehren

Wenn deine Echeveria plötzlich kleine „Babys“ an ihrer Basis bildet, ist das ein Geschenk der Natur! Diese Kindel (auch „Ableger“ oder „Pups“ genannt) sind genetische Klone der Mutterpflanze und wurzeln besonders leicht. Diese Methode ist perfekt für Einsteiger, da sie fast immer gelingt – vorausgesetzt, du gehst behutsam vor.

Schritt 1: Kindel identifizieren – Woran du reife Ableger erkennst

Nicht jedes Kindel ist bereit für die Unabhängigkeit. Achte auf folgende Merkmale:

  • Größe: Das Kindel sollte mindestens ¼ der Größe der Mutterpflanze haben.
  • Blattentwicklung: Es besitzt bereits eine geschlossene Rosette mit 4–6 eigenen Blättern.
  • Wurzeln: Idealerweise hat es eigene Wurzelansätze (weiße Fäden an der Basis).

Tipp für Eilige:
Kindel ohne Wurzeln können auch vermehrt werden – sie brauchen dann aber etwas mehr Zeit und Geduld.

Schritt 2: Ableger trennen – So schonst du Mutter und Kind

Die Trennung ist der heikelste Moment. Gehe wie folgt vor:

  1. Lockere die Erde: Grabe vorsichtig um die Mutterpflanze herum, um den Übergang zum Kindel freizulegen.
  2. Trennung ohne Trauma:
    • Wenn das Kindel locker sitzt: Ziehe es sanft mit den Fingern von der Mutterpflanze ab.
    • Wenn es fest verwachsen ist: Schneide mit einem desinfizierten Messer zwischen Mutter und Kindel durch.
  3. Prüfe die Wunde: An der Mutterpflanze sollte keine Risse entstehen. Bestäube die Schnittstelle bei Bedarf mit Zimtpulver (natürliches Desinfektionsmittel).

Achtung – Fehler vermeiden:

  • Reiße das Kindel nie gewaltsam ab – das schädigt beide Pflanzen!
  • Arbeite bei trockenem Substrat – nasse Erde erhöht das Fäulnisrisiko.

Schritt 3: Einpflanzen – Der Start in die Selbstständigkeit

Jetzt wird das Kindel zum Solokünstler:

  1. Topf vorbereiten: Wähle einen kleinen Topf (5–7 cm Durchmesser) mit Abflussloch.
  2. Erde verwenden: Mische Kakteenerde mit Perlite (2:1) für maximale Durchlässigkeit.
  3. Einsetzen:
    • Mit Wurzeln: Setze das Kindel so tief, dass die Wurzeln bedeckt sind.
    • Ohne Wurzeln: Lege es auf die Erde (wie bei Blattstecklingen) und warte auf Wurzelbildung.
  4. Erstes Gießen: Warte 3–4 Tage, bis du die Erde leicht ansprühst.

Warum das Warten?
Die frisch getrennten Wurzeln/Schnittstellen brauchen Zeit, um sich zu schließen. Zu frühes Gießen führt zu Fäulnis!

Profi-Tipp: Timing ist alles – Warum Frühling und Sommer ideal sind

Kindel wurzeln am schnellsten, wenn die Bedingungen stimmen:

  • Temperatur: 20–28°C (wie im Frühling/Sommer) regen das Wurzelwachstum an.
  • Licht: Lange Tage mit indirekter Sonne fördern die Photosynthese ohne Stress.
  • Saftfluss: Die Mutterpflanze ist in der Wachstumsphase aktiver und überträgt mehr Nährstoffe auf die Kindel.

Notfallplan für Winter-Kindel:
Hast du im Herbst/Winter ein Kindel entdeckt? Setze es unter eine Pflanzenlampe und halte die Raumtemperatur konstant bei 18–22°C.

Häufige Fragen – Probleme und Lösungen

1. Problem: Das Kindel welkt nach dem Einpflanzen.

  • Ursache: Zu viel Stress oder Wurzelverletzungen.
  • Lösung: Stelle es für 1 Woche in hohe Luftfeuchtigkeit (z. B. unter eine Glasglocke).

2. Problem: Kein Wachstum nach Wochen.

  • Ursache: Zu kühle Temperaturen oder Lichtmangel.
  • Lösung: Stelle den Topf auf eine Heizmatte oder näher ans Fenster.

Geheimtipp für Schnellstarter:
Tauch die Basis des Kindels vor dem Pflanzen in Aloe-Vera-Gel – das wirkt als natürlicher Wurzelbooster!

Warum Kindel die beste Vermehrungsmethode sind

  • Hohe Erfolgsquote: 90 % der Kindel überleben, wenn sie richtig getrennt werden.
  • Sofortige Ästhetik: Du erhältst sofort eine ansehnliche Mini-Pflanze – kein Warten auf Winzlinge!
  • Schont die Mutterpflanze: Anders als bei Blatt- oder Stecklingsvermehrung wird die Ursprungspflanze kaum geschwächt.

Bonus-Wissen: Warum bilden Echeverien Kindel?

In der Natur ist das eine Überlebensstrategie: Wenn die Mutterpflanze durch Trockenheit oder Fraßschaden stirbt, überleben die Kindel und sichern den Fortbestand. In der Wohnung ist es einfach ein Zeichen dafür, dass deine Echeveria sich pudelwohl fühlt!

Pflege nach der Vermehrung

Nach der Vermehrung brauchen junge Echeverien besonders viel Aufmerksamkeit, um gut anzuwachsen:

Licht: Stell sie an einen hellen Ort, aber vermeide die direkte Mittagssonne, da das die zarten Pflänzchen verbrennen könnte.

Gießen: Warte, bis die Erde vollständig trocken ist, bevor du erneut gießt. Zu viel Wasser kann schnell zu Wurzelfäule führen.

Erde: Eine durchlässige Mischung ist ideal, wie zum Beispiel Kakteenerde, vermischt mit Perlite, damit das Wasser gut abfließen kann.

Düngen: In den ersten 6 Monaten ist kein Dünger notwendig. Die jungen Echeverien sollten erst dann eine Düngung bekommen, wenn sie sich gut etabliert haben.

Fazit: Mehr Echeverien, mehr Freude!

Echeveria zu vermehren ist nicht nur einfach, sondern auch eine spannende Erfahrung! Egal, ob du Blätter, Stecklinge oder Kindel verwendest – mit etwas Geduld und der richtigen Technik kannst du deine Sukkulenten-Sammlung mühelos erweitern. Jede Methode hat ihre eigenen Vorteile: Blätter sind perfekt für geduldige Gärtner, Stecklinge bringen schnelle Ergebnisse, und Kindel machen es dir besonders leicht. Also schnapp dir deine Lieblingspflanze und probiere es aus – bald wirst du von kleinen, neuen Echeverien begrüßt!

Die besten 5 Sukkulenten für Kinder: Grüne Freude ohne Drama

Sukkulenten für Kinder

Du möchtest deinem Kind das Gärtnern näherbringen? Super Idee! Pflanzen pflegen macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch das Verantwortungsbewusstsein und lässt die Natur direkt ins Kinderzimmer einziehen. Besonders gut geeignet sind Sukkulenten, die pflegeleicht, robust und obendrein ungiftig sind. Hier sind meine Top 5 ungiftigen Sukkulenten, die sich perfekt für kleine Gärtner eignen!

1. Echeveria – Die kleine Rosenschönheit

Echeveria

Echeverien sind meine erste Wahl, wenn es um ungiftige Sukkulenten für Kinder geht. Diese hübschen, rosettenförmigen Pflanzen ziehen Kinder magisch an, und meine Nichte liebt es, ihre Echeveria liebevoll „Rosalie“ zu nennen. Echeverien sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch super pflegeleicht.

Pflegeleicht-Tipp: Echeverien brauchen einen hellen Standort und gelegentlich etwas Wasser – ideal für kleine Pflanzenfreunde.

 

2. Lebende Steine (Lithops) – Die Kuriosität im Mini-Format

Lithops

Lithops, die kleinen Sukkulenten, die aussehen wie Kieselsteine, sind ein echtes Highlight für Kinder. Sie sind robust, ungiftig und laden zum Staunen ein. Ein großes Aha-Erlebnis ist es, wenn sich die Pflanze „häutet“ und neue Blätter zum Vorschein kommen. Ich habe schon oft beobachtet, wie fasziniert Kinder davon sind!

Pflegeleicht-Tipp: Ein heller Platz und minimal Wasser – perfekt für Kinder, die oft vergessen, zu gießen.

 

3. Zebra-Haworthie (Haworthia fasciata) – Die stylische Mini-Sukkulente

Haworthia

Die Zebra-Haworthie sieht mit ihren gestreiften, gezackten Blättern total spannend aus. Kinder finden die Pflanze oft wegen ihres wilden Musters cool, und sie ist pflegeleicht sowie ungiftig. Bei uns steht sie auf dem Fensterbrett im Kinderzimmer und sorgt dort für grüne Freude.

Pflegeleicht-Tipp: Sie liebt es hell, mag aber keine pralle Sonne. Im Sommer kannst du ihr ab und zu etwas Wasser geben, im Winter reicht alle paar Wochen ein Schluck.

 

4. Gasteria – Der robuste Überlebenskünstler

Gasteria

Gasterien sind eine meiner Empfehlungen, wenn es um pflegeleichte Sukkulenten für Kinder geht. Sie haben dicke, starr wirkende Blätter, die sogar einige Missgeschicke aushalten. Außerdem ist die Gasteria absolut ungiftig und ideal für Anfänger – also perfekt für junge Gärtner.

Pflegeleicht-Tipp: Ein halbschattiger Platz und nur ab und zu Wasser – Gasterien sind bescheiden und wachsen trotzdem fröhlich vor sich hin.

5. Bärentatze (Cotyledon tomentosa) – Die knuffige Sukkulente

Cotyledon Tomentosa

Die Bärentatze ist eine besondere Sukkulente, die ihren Namen wirklich verdient hat: Ihre flauschigen Blätter erinnern an kleine Bärenpfoten, und das macht sie bei Kindern besonders beliebt. Sie ist komplett ungiftig und ideal für neugierige Hände, die gerne mal die Pflanzenwelt erkunden.

Pflegeleicht-Tipp: Heller Standort und sparsam gießen – so bleibt die Bärentatze glücklich und gesund.

 

Tipps für das Pflanzenabenteuer mit Kindern

Damit die ersten Schritte in die Welt der Pflanzen für deine kleinen Gärtner ein voller Erfolg werden, habe ich hier ein paar erprobte Tipps und Ideen gesammelt:

Das Gießen als gemeinsames Ritual
Kinder lieben es, feste Rituale zu haben – warum also nicht einen festen „Pflanzen-Tag“ einführen? Jeden Samstag zum Beispiel könnt ihr gemeinsam überprüfen, ob die Sukkulenten Wasser brauchen. Dabei kannst du ihnen ganz spielerisch erklären, warum manche Pflanzen mehr und manche weniger Wasser brauchen. Ein Mini-Gießkännchen nur für Kinder macht die Sache besonders spannend, und du wirst sehen, wie stolz sie sind, wenn sie das Gießen selbst übernehmen dürfen.

Namensgebung und kleine Geschichten
Die Sukkulenten werden noch viel spannender, wenn sie Namen bekommen! Echeveria Rosalie, Bärentatze Bruno oder Zebra-Haworthie Zorro – lass die Fantasie freien Lauf. Ein Name schafft eine persönliche Verbindung, und Kinder sind oft begeistert, wenn sie ihrem „Pflanzenfreund“ auch Geschichten geben können. Warum ist die „Bärentatze“ so kuschelig, und warum hat der „Zebra-Zorro“ Streifen? Diese kleinen Geschichten fördern die Fantasie und machen die Pflanze fast zu einem Haustier.

Ein eigenes „Pflanzenbuch“ führen
Ein Pflanzenbuch ist eine schöne Idee, um das Wachstum und die Pflege der Sukkulenten festzuhalten. Ihr könnt einmal im Monat messen, ob die Pflanze gewachsen ist, und Fotos einkleben, die den Fortschritt zeigen. Auch kleine Zeichnungen und Notizen darüber, wann gegossen wurde und wie die Pflanze sich verändert hat, sind toll! Mit der Zeit entsteht ein kleines „Garten-Tagebuch“, das Kinder stolz herzeigen können.

Den besten Standort finden – ein Mini-Forschungsspiel
Lass dein Kind mitentscheiden, wo die Pflanze stehen soll. Das kann ein richtiges „Forschungsspiel“ sein: Wie viel Licht kommt auf die Fensterbank, und wie viel Schatten ist dort? Wo fühlt sich die Pflanze am wohlsten? Kinder lernen auf diese Weise, dass Pflanzen unterschiedlich auf Licht und Wärme reagieren. Wenn sie sehen, dass ihre Entscheidung die Pflanze gedeihen lässt, werden sie sich als echte Pflanzenexperten fühlen.

Mini-Gewächshaus oder Terrarium basteln
Wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, könnt ihr gemeinsam ein Mini-Gewächshaus oder ein Sukkulenten-Terrarium basteln. Ein altes Glas oder ein kleiner Setzkasten kann ein Zuhause für mehrere Sukkulenten sein. So sehen Kinder das Ökosystem auf kleinem Raum – eine großartige Möglichkeit, die Natur besser zu verstehen.

Auf Entdeckungstour gehen – Gemeinsam neue Pflanzen erkunden
Ein Besuch in einer Gärtnerei oder einem Pflanzenladen kann wie eine Schatzsuche sein. Kinder lieben es, neue Pflanzenarten zu entdecken. Lass sie doch eine weitere Sukkulente auswählen, die ihnen besonders gut gefällt. So lernt dein Kind, dass jede Pflanze ihre eigenen Besonderheiten hat, und vielleicht findet ihr gleich noch eine neue Sukkulente, die die Sammlung bereichert.

„Wie fühlt sich meine Pflanze heute?“ – Das Wetter beobachten
Pflanzen haben besondere Bedürfnisse je nach Wetterlage. Wenn es heiß ist, brauchen Sukkulenten vielleicht etwas mehr Wasser, im Winter weniger. Kinder können lernen, auf das Wetter zu achten und zu erkennen, wie sich das auf ihre Pflanze auswirkt. Das verbindet die Pflege der Sukkulenten mit dem Beobachten der Jahreszeiten und fördert ein grundlegendes Verständnis für die Natur.

Das Prinzip „weniger ist mehr“ erklären
Sukkulenten sind Meister der Zurückhaltung, und genau das ist ein tolles Prinzip für Kinder: Einmal vorsichtig gießen, dann geduldig warten. Das hilft Kindern, Geduld zu üben und zu verstehen, dass Pflanzen nicht ständig Aufmerksamkeit brauchen, sondern in Ruhe gedeihen.

Fazit: Freudiges Abenteuer mit Lerneffekt

Diese Tipps machen aus dem Pflanzen-Abenteuer mit Sukkulenten ein echtes Erlebnis. Kinder lernen spielerisch, Verantwortung zu übernehmen und ihre eigenen kleinen „Gartenfreunde“ zu pflegen. Mit jeder Woche, die vergeht, wächst nicht nur die Pflanze, sondern auch das Wissen und die Freude am Gärtnern!